Das war: 2011

2011, was für ein Jahr!

Ende Januar waren wir im Skiurlaub. Kurz vorher hatte ich Hazel noch extra Socken gestrickt. Aus selbstgefärbter (mit kool aid) Wolle.
bootsocks for my toddling girl

Sie passten gut und sie brauchte sie auch, wenigstens ein paar Mal, denn in Zürs lag echt viel Schnee. Wir hatten eine Woche geniales Wetter und waren, dank einer super lieben Babysitterin, jeden Tag auf der Piste. Dabei hat es mich auch einmal ordentlich hingelegt. Dabei fiel ich so blöd, dass ich den ganzen restlichen Tag Kopfschmerzen hatte. Danach gabs einen Helm… Nie wieder ohne!
Am Tag der Heimfahrt ging es mir kotzschlecht. Aber die ganze Reisegesellschaft hatte es erwischt. Mich auch.

Nur meine Übelkeit blieb. Um eine Schwangerschaft auszuschließen und beim Arzt Medikamente für Magen-Darm zu bekommen, machte ich nach unserer Rückkehr einen Test. Und war völlig von der Rolle, als der – noch nicht mal ganz durch gezogen – positiv war.
Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen. Hazel, gerade laufen lernend, um mich rumwusselnd ich den Test in der Hand haltend, ihr sagend “du wirst große Schwester!”…
Damit waren so einige Pläne hinfällig. Andere entstanden dadurch erst. Es würde ein aufregendes Jahr werden, das stand fest.

Anders als bei Hazel verflogen die ersten Wochen nur so. Anders als bei ihr, war mir bis in die 14 Woche hinein eigentlich ständig schlecht.

Abends lag ich zudem oft völlig erschlagen und müde auf der Couch. Zum Stricken langte es aber trotzdem…
Die Sweet Eleanor war mein erstes Zopfmusterprojekt was ich da probierte und es sah so süß auf ihrem Kopf aus.

(finished) Sweet Eleanor

Das Lila hatte ich mir für einen Pulli für die große in der Hamburger Wollfabrik spulen lassen. Nun, die Mütze sieht wunderschön aus, der Pulli wird es nie werden. Oder nicht in diesem Lila. Eleanor war dann auch der zwischenzeitliche Namensfavorit für die Pünktchen. Der Bauch hieß immer “Elli Belly”.

Das Frühjahr kam, Hazel begann in die Krippe zu gehen und irgendwie war mir danach ihr etwas großes zu machen. Eine Decke. Für den Sommer wäre sie genial. Eine leichte Decke anstatt der stauenden, ewig zu warmen Schlafsäcke. Und so begann ich am 15 Mai eine Decke zu häkeln.

Hexagon Blanket

Die Decke ist mittlerweile fast fertig. Bis auf eine handvoll Räder sind alle Einzelteile fertig. Das Zusammennähen braucht platz, Zeit und freie Hände. Momentan findet sich diese Kombi selten, sie wird wohl noch zwei Reihen mehr angehäkelt bekommen und nächstes Jahr fertig werden. Hoffentlich. Eigentlich sollte sie schon eine Decke von Mama gemacht bekommen als sie ganz neu war. Damals bestand das gleiche Problem. Zeit, Platz, freie Hände….

Der Sommer 2011 war der Sommer der keiner war. Schwangerschaftsmäßig war das ganz okay, denn Hitze und dicker Bauch verstehen sich schlecht, so war es aushaltbar.

Im Juni dann die große Neuerung für 2011. Meine Nähmaschine!!!
Nähen macht sich im Sommer besser als Stricken. Das Garn wird warm, die Hände feucht und schwitzig. So lässt sich nicht sehr angenehm stricken oder häkeln. Nähen kann man ganz wunderbar barfuß.  Die Punkt bekam Stoffhosen, Herznamenskissen und ein Täschchen, welches sie liebt, genäht. Farbenmix und die detailierten Fotoanleitungen sind das, was youtube und die ravelry beim Stricken lernen für mich waren. Zuweilen besser als jedes Buch!

Ruck zuck war der Sommer ja auch wieder vorbei. Im September drückte die Murmel schon mächtig, dennoch genossen wir die letzten Wochen mit nur Hazel.

14 Tage vor ihrer Geburt kündigte sie sich dann aber immer öfter an, Vorwehen… 14 lange Tage. Und ich war kurz vor dem errechneten ET schon soweit, dass ich den Wehencocktail geschluckt hätte. Doch dann … dann kam noch mal ein Wind. Der trieb uns dann bis zum 9. 10. 11 und ließ mich nach 30 Minuten Kreissaal Amber im Arm halten.

Seitdem stand unser Leben nochmal richtig Kopf. Zwei kleine Meedchen. Eins gerade den eigenen Willen kennen lernend und austestend, das andere noch neu und unbeholfen. Eine neue Herausforderung. Oft mit unendlich großer Freude. Manchmal auch mit Tränen bei Mama.

Dennoch, die Meedchen machen Spaß und es macht noch mehr Spaß ihnen Sachen zu nähen…

Dress Celina

zu häkeln …

Little Miss D - dream keeper

(Traumdrache, gehäkelt, für Hazel zum 2ten Geburtstag)

und zu stricken …

mini-chocqua

(Chocqua Mütze, gestrickt, für Baby Amber).

Viel Zeit bleibt mir nicht für meine Projekte, gerne würde ich noch soooo viel mehr stricken, nähen und häkeln. Aber die Zeit ist begrenzt. Generell passt es nur, wenn die Meedchen schlafen. Die Zeit, die sie wach sind ist zu kostbar sie nicht mit ihnen zusammen zu verbringen.

Dennoch, irgendwie findet sich immer etwas Zeit, manchmal mehr als gedacht, wenn Amber sich entschließt einfach halb neun einzuschlafen und nicht vor halb 2 morgens aufzuwachen, ich daneben sitzend mit den Nadeln, denkend “sie wacht bestimmt eh gleich auf”.

Meine Liste für 2012 ist schon wieder unendlich lang. Kuschelhosen für die Mini, Pullis für die große, eine Handtasche für mich, einen Pullover für den Herbst 2012 für mich (wenn die 10 Monate nach dem Kind rum sind und der Bauchspeck weg), einen Schal, Stulpen, noch mehr Mützen … ihr seht: Einträge sollte es genug auch in 2012 geben.

Wenn es die Zeit zu lässt.

Ein gesundes neues Jahr, viel Erfolg, Schaffenskraft und Geduld. Aber vor allem Liebe und Gesundheit für euch und eure Lieben!

Kate

Advertisements
This entry was posted in It's called Life and tagged . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s