{rhythm in our home} Das Wir in unserer Familie

Kindergartenfrei

Unsere Familie lebt für die Gemeinschaft. Unser Ziel ist, unsere gemeinsame Zeit die wir haben auch zusammen zu nutzen. Durch den Altersabstand von weniger als 2 Jahren funktioniert das sehr häufig gut. Auch wenn wir wissen, dass die Meedchen getrennt ganz anders reagieren, wollen wir vor allem die Zusammengehörigkeit der Familie fördern. Und in ihr haben wir alle einen Anteil. Eng damit verknüpft ist unser Bestreben die Konkurrenz unter den Geschwistern möglichst gering zu halten. Wir vergleichen die Meedchen untereinander und vor ihnen nicht. Konkurrenz unter Geschwistern ist normal, aber wir wollen diese auf keinen Fall verstärken oder gar fördern. Es ist uns auch Recht, wenn sich die Schwestern gemeinsam gegen uns verbünden und als Team auftreten, denn nur so funktioniert ja auch unsere Erziehung bei den Meedchen wo der Mann und ich an einem Strang ziehen.

Sisters

out and about – together it’s even more fun

Im Sinne des Gemeinschaftsgefühls haben die Mädchen auch keine getrennten Zimmer. Was Hazel gehört und welche Spielsachen Amber sind, wissen die Mädchen trotzdem, dazu muss niemand eine Tür vor dem anderen verschließen. Der Gemeinschaftsgedanke kommt auch hier wieder: die Schwester als Halt, zur Sicherheit und als Spielgefährte stärkt nicht nur die Bindung zu ihr sondern stärkt auch das eigene Selbstbewusstsein und -wertgefühl. Sie respektieren dabei ganz wunderbar die Sachen der anderen. Vieles teilen sie, über manches streiten sie, einige Spielsachen der Schwester würden sie niemals anrühren, da sie wissen, das es ihr am Herzen liegt. Der Besitz als Definition des Ichs bei (Klein-) Kindern funktioniert also auch, wenn das Kind kein eigenes Zimmer hat. Egal ob die Schwester da ist oder nicht, die Lieblingspuppe wird auch in ihrer Abwesenheit nicht bespielt, aus Respekt, nicht aus Angst erwischt zu werden. Gleiches gilt ganz klar auch für uns und unsere Sachen. Es gibt natürlich eine ganze Armada an Sachen, die die Meedchen nicht benutzen dürfen. Die Telefone, die Notebooks, die Akten mit den Steuerunterlagen oder die schönen Sektgläser. Einiges dürfen sie unter Aufsicht benutzen, zum Beispiel mein iphone, auf dem interaktive Bücher (Milly schläft bei Ottokar; one of their favorites, also available in English) sind oder beim Waffel- und dem Bügeleisen, denn Backen macht nur Spaß, wenn man selbst mitmachen darf.

Sisters

Exploring the world together

Andere Sachen, die “Erwachsenenzeugs” sind teilen wir. So habe ich mir neulich eine (eigene) Trinkflasche gekauft. Natürlich war genau die der Hit. Im Zoo letzte Woche Sonntag haben wir also am Ende alle aus “meiner” Flasche getrunken. Als diese leer war haben wir sogar die Flaschen der Mädchen in meine nachgefüllt. Einzige Bedingung war: Achtsamkeit mit meinem Besitz. Und das hat wunderbar geklappt.

Zusammengehörigkeit stärkt die Meedchen, sie wissen, wo sie sich fallen lassen können, wo sie hin gehören, wer ihnen hilft und wer zu ihnen steht. Immer.

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5 Responses to {rhythm in our home} Das Wir in unserer Familie

  1. Kepanie says:

    Cute pics. What a lovely cobblestone street.

  2. Bibi says:

    Das hast du so schön geschrieben. Besonders deine letzten Sätze finde ich toll.
    Eine Frage hab ich, weil sie grad bei uns aktuell wird.
    Wie habt hr das gemacht, dass die Kleine die besonderen, eigenen Besitztümer der Großen nicht bespielt? Oder haben sie das ganz allein untereinander geregelt?
    Hier kommt die Kleine grad in die “Ich entdecke die ganze Wohnung Phase” und natürlich ist das Spielzeug des Bruders besonders interessant. Es ist noch schwer sie von den Dingen abzuhalten, denn sie versteht es ja einfach noch nicht. Ich will nicht die ganze Zeit “nein” sagen, der Bruder auch nicht… Das finde ich grad sehr schwer.
    Aber ich stimme dir in allem zu und du weit ja, dass wir das auch so leben 🙂

    • Kraftling says:

      “Meins”, Deins” und “Meins mit Ausnahmen” kannst du natürlich so einem Baby nicht verständlich erklären. Die Alternative zu “Nein” heißt hier auch heute noch eindeutig: Tauschen. Mit deiner Kleinen wird das noch wunderbar funktionieren, denn sie wird sich bestimmt besonders freuen, wenn ihr der Bruder etwas gibt. Hazel musste jedoch auch lernen, dass sich die Schwester nicht mit jedem Spielzeug zufrieden gibt und es schon “gleichwertig” sein muss. Irgendwann ließ sie sich nicht mehr mit einem Beißring für ein Matchbox-Auto kötern. Das Lernen, dass bestimmte Sachen tabu sind kam mit der Zeit. Natürlich haben wir beide daraufhin gewiesen, dass dies oder jenes ein besonderes Spielzeug ist. Oft bestanden wir auch darauf, dass die Eigentümerin gefragt wird. Amber haben wir dabei natürlich unterstützt 😉 Aber auch die Große musste ja lernen, dass sie auch nicht die Macht der Stärkeren walten lassen kann und sich nehmen darf, was ihr gefällt.

  3. Steffi says:

    Na die beiden Sternchen-Jacken sind ja süß.
    LG Steffi

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